cheap cialis online
  • Français
  • English
  • German
  • Spanish
  • Italian
Menu principal
Aktuell
Tango en Ligne pour les Aînés
La Caravane de la Mémoire
Shop
Savoir-faire
Verliebt in LA PREE
Olivier Greif
Etienne-Jules Marey
Maurice Emmanuel
Musique et cerveau
La Mélodie d'Alzheimer
Notre Histoire, à Massy
Une vie, une passion
Information in Chinese
Information in Arabic
Liens
Kontakt
NOS OFFRES DE STAGES

Etienne-Jules Marey und Muybridge

Im Mittelpunkt unseres Anliegens steht das Treffen zwischen den beiden Männern, die eine sehr unterschiedliche Ausbildung absolviert haben; der eine ist Wissenschaftler, der andere Fotograf. Wie haben sie voneinander profitiert?


Der Abschnitt von Muybridges Lebensweg, der uns besonders interessiert, umfasst die Jahre 1878 bis 1881/1882:

1878: Es ist das Jahr, indem Muybridge versucht, die Antwort auf eine Wette über das Galopp des Pferdes zwischen Lelan Stanford, dem ehemaligen Gouverneur von Kalifornien, und einem gewissen James R. Keene zu finden.

1881-1882: Anlässlich eines europäischen Turniers geht Muybridge auf Mareys Einladung ein und besucht ihn am 26. September 1881 in Paris. Eine Vorstellung von Projektionen wird organisiert und es entwickelt sich eine Diskussion. Muss man die Position des Aufnahmegeräts ein für alle Mal fixieren, um eine Bewegung einzufangen, oder muss man Bewegungen, d.h. hier die Gangarten des Pferdes, aufnehmen, indem man das Gerät wie bei einer Kamerafahrt bewegt?

Bei Muybridge wird die Bewegung nämlich von 24 Fotoapparaten aufgenommen, die sich entlang des Weges des Pferdes befinden. Das Pferd tritt bei seinem Weg auf Drähte, die die Blenden der Kameras auslösen.
Marey hat mit der „graphischen Methode“ gerade erst gezeigt, dass sich ein Pferd im Galopp in sehr kurzer Zeit auf nur einem seiner Vorderbeine entspannen kann. Die vollständigen Ergebnisse seiner Forschung sind in „La Machine animale“ (1873) veröffentlicht. Das Buch, das 1874 in die englische Sprache übersetzt wurde, kommt im Büro von Lelan Stanford an, vernarrt in Pferde, der beschließt, auf diese unglaubliche Sache (ein Pferd auf nur einem Bein, ist das möglich?), an die er glaubt, zu wetten, indem er Muybridge darum bittet, ihm mit Hilfe der Fotografie einen unbestreitbaren Beweis zu verschaffen.

Muybridge arbeitet fortan an einem kostspieligen Apparat, der schwierig zu bauen ist. Doch das macht nichts, denn Lelan Stanford ist unglaublich reich. Muybridge schreibt am 17. Februar 1878 an Gaston Tissandier, Leiter der Zeitschrift „La Nature“. Er bittet ihn darum, seine Arbeiten über den Galopp des Pferdes zu veröffentlichen und Herrn Professor Marey zu danken, der Gouverneur Stanford dazu inspiriert hat, das Problem um die Fortbewegung des Pferdes mit Hilfe des Fotografie zu lösen. Der Artikel von Muybridge wird am 14. Dezember 1878 in der 289. Ausgabe von „La Nature“ veröffentlicht. Die fotografischen Aufnahmen werden im Juni auf dem Kalifornischen Anwesen von Lelan Stanford erstellt.

Marey, der immer die Veröffentlichungen in „La Nature“ liest, sobald sie erscheint, beeilt sich, Gaston Tissandier zu schreiben, um ihn darum zu bitten, ein Schreiben an Muybridge weiterzuleiten: Der Brief von Marey vom 18. Dezember 1878 erscheint in „La Nature“ (28. Dezember 1878, 291. Ausgabe).

Von diesem Augenblick an schlägt Marey Muybrudge einen einzigen Fotoapparat an einem festen Standpunkt vor, um die wirkliche Bewegung festzuhalten. „Um das Rätsel um den Flug des Vogels zu lösen, träumte ich von einer Art Fotogewehr, das den Vogel in einer Einstellung oder besser noch in einer Reihe von Einstellungen einfangen und die aufeinanderfolgenden Phasen der Bewegung seiner Flügel festhalten würde.“ Marey erlegte sich „einen einzigartigen Blickwinkel“ auf, der die Bewegung nicht verformen sollte. Das Fotogewehr, von dem Marey träumte, würde erst Ende 1881 einsatzbereit sein.

 

Kennt man die Reaktionen von Muybridge auf Mareys Vorschläge? Hat Muybridge sich auf seiner weiteren Reise durch Europa und bei seiner Rückkehr in die USA an sein Treffen mit Marey erinnert? In welcher Hinsicht?

 

Wie sah er Marey? Welchen Eindruck machte er auf ihn?

 

Josette Überschlag
 
CIMEOS – Universität von Burgund




 
< zurück   weiter >