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Hinweis zur Intention
Gründe dafür, sich mit
Fragen zur Musik und dem Altwerden zu beschäftigen
Der positive Einfluss von
musikalischen Darbietungen auf Alzheimerpatienten ist seit langem von
Musiktherapeuten dokumentiert. Vor allem weißt man, dass Musik dazu in der Lage
ist, die Stimmung der Patienten zu verändern. Dies ermöglicht es häufig, die
Medikation zu senken. Musik kann auch eingesetzt werden, um die
Erinnerungs- und Lernfähigkeit anzuregen,
die bei diesen Patienten sinkt.
Die ersten Ergebnisse
Das Team von Hervé Platel in
Caen arbeitet seit mehreren Jahren an dieser Hypothese und hat schon jetzt
gezeigt, dass Musik bei diesen Patientin wie die Madeleine von Proust funktioniert,
indem sie dazu beiträgt, Erinnerungen aus der Vergangenheit wiederzufinden, die
mit bestimmten Musikstücken verbunden sind. Tatsächlich ist es eine sehr starke
kognitive und emotionale Anregung für die Patientin, Musik aus ihrer Jugend zu
hören. Sie kann die Patienten auf spektakuläre Art und Weise revitalisieren.
Dies konnte durch die Arbeiten von Emmanuel Bigand festgestellt werden, die er
in LEAD durchführt.
Am wichtigsten ist es jedoch
herauszufinden, ob Musik das episodische Gedächtnis wiederbeleben kann (die
Erinnerung an aktuelle Ereignisse), das am schnellsten durch die Krankheit
beeinträchtigt wird.
Die Teams von Hervé Platel
und Emmanuel Bigand liefern uns konvergente und vielversprechende Ergebnisse.
Patientin, die sich bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium der
Krankheit befinden (mit einem Erinnerungsvermögen zwischen 0 und 7 beim MMST),
können sogar ein neues Lied lernen und sich noch nach sechs Monaten an dessen
Melodie erinnern.
Diese Arbeiten weisen
darauf hin, dass die Musik einen wertvollen „Neurostimulator“ im Kampf gegen
schwere kognitive Erkrankungen darstellt. Vermutlich kann sie auch dazu genutzt
werden, gegen die geistige Alterung junger Senioren zu kämpfen. Diese Hypothese
ist der Ausgangspunkt eines Großprojektes, das Emmanuel Bigand im neuen Pol
ERIE an der Universität von Burgund durchführt. In Zukunft wird es für die
Forschung die größte Herausforderung darstellen zu verstehen, wie man die
Fähigkeiten der Musik, das Gehirn anzuregen, am besten nutzen kann.
Die Methoden
Die Methoden der
Musiktherapie und der musikalischen Lernprogramme müssen im Hinblick auf diese
neuen Ziele überdacht werden. Laut Emmanuel Bigand müssen diese neuen
Vorstellungen von musikalischem Lernen zwangsläufig Beiträge der modernen
Neurowissenschaften und neue Technologien einbeziehen.
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